Überall und nirgendwo so richtig
Poetische Texte über Verantwortung und Überforderung
„Aufgelöst in 4K“ nennt Paul Neumann das Gefühl, ständig erreichbar, aber selten wirklich präsent zu sein. Wir scrollen durch perfekte Leben, funktionieren im Alltag – und fühlen uns doch isoliert.
Beim 52. OPEN OHR Festival lädt der Spoken-Word-Künstler mit seinem Programm „Überall und nirgendwo so richtig“ zu einer literarischen Bestandsaufnahme ein. Er beleuchtet den Druck, immer leistungsfähig zu sein, Haltung zu zeigen und keine Schwäche zuzulassen – und zugleich Verantwortung zu tragen: für uns selbst, für andere, für eine Welt, deren Probleme wir allzu leicht verdrängen.
Neumanns Texte sind keine Belehrungen, sondern präzise Beobachtungen. Er spricht vom Leben im „Stromsparmodus“, von der Sehnsucht nach echter Nähe jenseits von Filtern und Fassaden und von der Angst, den eigenen Ansprüchen nicht zu genügen.
Passend zum Festival-Thema ALLEINSAM entsteht ein Nachmittag zwischen Selbstkritik und Solidarität, Humor und Ernst, Überforderung und Hoffnung. Keine einfachen Lösungen – aber Worte für das, was viele fühlen und selten aussprechen.
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Es liest: Der Autor selbst
