Pandemie der Alleinsamkeit
Kaum ein Ereignis in jüngerer Vergangenheit hat das gesellschaftliche Miteinander so verändert wie die Coronapandemie. Kontaktbeschränkungen, Lockdowns und Schulschließungen führten zu sozialer Isolation. So entstand neben der Gesundheitskrise eine stille „Pandemie der Alleinsamkeit“.
Manche entdeckten die Ruhe des Alleinseins, andere verloren soziale Bindungen. Besonders Kinder und Jugendliche verpassten prägende Erfahrungen – mit Folgen für Sozialverhalten und psychische Gesundheit. Schutzmaßnahmen retteten Leben, förderten aber auch Spaltung und Radikalisierung. Zugleich entstanden Solidarität und digitale Nähe.
Welche sozialen und politischen Strukturen brauchen wir, um in Krisenzeiten Einsamkeit vorzubeugen und Gemeinschaft zu stärken? Nach einem Vortrag zu aktuellen Forschungsergebnissen werden diese und weitere Fragen diskutiert.
Vortrag: Prof. Dr. Manfred Beutel (Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin, Universitätsmedizin Mainz)
Es diskutieren: Prof. Dr. Manfred Beutel, Lilli Berthold (stellv. Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz), Nedim Pekic (Student)
Moderation: Gabriele Meister (Journalistin)
