Me, Myself und Ehrenamt
In unserer modernen Gesellschaft gewinnt Individualismus zunehmend an Bedeutung. Selbstbestimmung gilt als Ausdruck von Freiheit, doch stärkere Abgrenzung kann auch ungewollte Isolation fördern und das Gemeinschaftsgefühl schwächen. Wenn alltägliche Begegnungen und Hilfsbereitschaft abnehmen, wächst womöglich das Einsamkeitsgefühl. Führt folglich der moderne Individualismus zu zunehmender Einsamkeit in unserer Gesellschaft? Gleichzeitig verlagern sich viele Lebensbereiche ins Digitale, wodurch persönliche Gespräche und empathische Interaktionen seltener werden – obwohl gerade sie Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit stärken. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung in Kooperation mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg zeigt, dass Ehrenamt Gemeinschaft fördert und Einsamkeit entgegenwirkt. Engagierte Menschen erleben soziale Einbindung und Sinn. Wie kann also das Ehrenamt attraktiver gestaltet werden, damit größere Teile der Gesellschaft von den positiven Effekten profitieren können? Und welche politischen Maßnahmen braucht es, um Zusammenhalt nachhaltig zu stärken?
In einer Diskussionsrunde sollen Erfahrungen mit Einsamkeit und Engagement geteilt und gleichzeitig Zuhörer*innen von der Vielseitigkeit ehrenamtlicher Tätigkeiten inspiriert werden.
Impulsvortrag: Sarah Jaeger
Es diskutieren: Nilab Alokuzay-Kiesinger (Geschäftsführerin Start with a Friend e. V., Politikerin), Michael Fisch (Psychologists for Future Mainz), Sarah Jaeger (Gründerin Jugend bewegt die Region, Vertreterin Landesjugendbeirat Rheinland-Pfalz), N. N., Daniel Köbler (Bürgermeister, Dezernent für Finanzen, Beteiligung und Sport, Stadt Mainz)
Moderation: Tim Kirschsieper (Fernsehredakteur und -moderator, Mainz)
