Selbstvermessung am Körper - Zwischen Optimierung, Selbstdruck und Fremdkontrolle

Podium

Die Gesundheits- und Fitnessindustrie boomt. Durch technische Gadgets wie Smartwatches oder Fitnesstracker ist es für nahezu alle möglich, individuelle Fitnessleistungen über den Körper zu erfassen und zu steigern. Die gesundheitlichen und gesamtgesellschaftlichen Folgen dieser Tendenz sind aber noch Zukunftsmusik. Dabei scheinen die Vorteile jener Geräte zunächst klar: Die erfassten Daten der Fitnesstracker motivieren zu Leistungssteigerungen, die Fitnessapps ersparen den Gang zum teuren Fitnessstudio, Gesundheitsapps geben Rat- schläge zur richtigen Ernährung, wann man schlafen gehen oder aufstehen soll oder ob das Herz auch richtig schlägt. Doch die Überwachung übernehmen nicht mehr das medizinische Personal oder Fitnesscoaches, sondern die Community der Social Networks oder die programmierte Software. Durch die permanente Erreichbarkeit im „smarten“ Zeitalter wird man ständig ermahnt, die selbstauferlegten Leistungen zu erbringen. Welche Gefahren hinsichtlich des Datenschutzes und des psychologischen Leistungsdrucks verbergen sich somit hinter diesen technischen Neuerungen?

Es diskutieren: Dr. Christoph Dockweiler (Gesundheitswis- senschaftler, Universität Bielefeld), Felix Klopotek (Redakteur StadtRevue, Köln), Sabine Strüder (Referentin für Gesund- heit und Pflege, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V., Mainz)

Moderation: Dr. des. Mareike Späth (Ethnologin, Universität Hamburg)

Wann? [Sa] 13.30 Uhr | Auf der Mauer