Politische Körper in der Zukunft

Podium

Die Geburtsstunde der Demokratie war eine Versammlung. Revolutionen nahmen ihren Anfang in Demonstrationen und körperlicher Verweigerung. Mit dem Internet und neuen Möglichkeiten digitaler Vernetzung wurden die Fragen um den politischen Körper und seine Position in der Öffentlichkeit um eine Dimension erweitert, die zwar auch einen Körper benötigt, aber keine körperliche Präsenz im öffentlichen Raum verlangt.

Wie hat sich die Protest- und Demonstrationskultur dadurch verändert und welche Trends sind für die Zukunft absehbar? Wie werden sich die Auswirkungen sowohl von Protesten als auch von institutionalisierten Aushandlungen verändern? Auch auf staatlicher Ebene sind bisher alle wichtigen Entscheidungsprozesse mit körperlicher Anwesenheit verbunden: Bei der Wahl muss zum Wahllokal gegangen werden, Abstimmungen im Bundestag finden im Plenum statt und Parteien nutzen Parteitage um Diskussionen zu führen und zu Entscheidungen zu finden. Wie wichtig ist körperliche Anwesenheit für demokratische Prozesse, sei es im Parlament oder auf der Straße?

Es diskutieren: Ute Bertrand (Pressesprecherin Robin Wood), Dr. Priska Daphi (Leiterin der Nachwuchsgruppe „Konflikt und Soziale Bewegungen“ am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung), Katharina Nocun (Netzaktivistin)

Moderation: Dr. Merlin Wolf

Wann? [So] 15.30 Uhr | Kleines Zelt