Leere Herzen

von Juli Zeh

Britta ist pragmatisch und passt sich ihrer Umgebung an – einer Umgebung, geprägt von politischer Desillusion, Verantwortungsdiffusion und Zynismus. Sie ist Mutter und Unternehmerin, kümmert sich um ihren eigenen Kram und findet, dass sie damit eigentlich schon einen ausreichenden gesellschaftlichen Beitrag leistet. Oder etwa nicht? In ihrem Thriller Leere Herzen, erschienen 2017 im Luchterhand Literaturverlag, beschreibt Juli Zeh eine apolitische Gesellschaft im zukünftigen Jahr 2025, die sich aus Überforderung in sich selber zurückzieht: Die deutsche Regierung besteht aus der Besorgte-Bürger-Bewegung, der europäische Föderalismus ist gefährdet, Effizienzpakete  werden der Reihe nach verabschiedet und Demokratie ist nur noch eine leere Hülle, an deren Inhalt keiner mehr glaubt. Doch wie weit ist diese Dystopie eigentlich noch von uns entfernt?  Zielsicher greift Juli Zeh Aspekte unserer aktuellen politischen Lage auf, sodass sich Brittas Geschichte, vorgelesen von Doro Wolfsberger, ebenso als Warnschrift wie als Zukunftsroman liest. Anschließend laden wir Euch ein über Eure Eindrücke zu diskutieren und Euch auszutauschen!

Es liest: Doro Wolfsberger (Atem-, Sprech- und Stimmtherapeutin)

Wann? [Sa] 15.30 Uhr | Auf der Mauer