Im Namen des "Volkes"?

Parteienkritik aus der Perspektive rechter Bewegungen

In der Logik rechter Bewegungen sind Parteien eher Teil des diagnostizierten Problems von fehlender Mitbestimmung des „Volkskörpers“ als Institutionen demokratischer Willensbildung. Die Benennung struktureller Defizite, wie beispielsweise Elitenbildung und Globalisierung, deckt sich dabei in einigen Punkten stark mit linken Positionen.

Was steckt hinter der Parteienkritik der verschiedenen rechten Bewegungen? Welche Ideen gibt es dort, wie das Parteiensystem in einer nationalistisch-völkischen Logik aussehen müsste? Ist die Kritik an demokratischen Strukturen und an Parteien nur ein Vorwand für einen radikalen Systemwechsel? Wo verläuft die Grenze zwischen legitimer Kritik am politischen System und den Parteien und Umsturzfantasien, die sich eine vermeintliche Unzufriedenheit des „Volkes“ zunutze machen wollen, um die eigenen nationalistischen Bestrebungen voranzubringen? Mit welchen Mitteln versuchen sie demokratische Strukturen zu instrumentalisieren und für ihre Zwecke einzusetzen? Und läuft damit jede Kritik an Parteien Gefahr, von rechter Seite vereinnahmt zu werden? Wie kann man sich beispielsweise für direkte Demokratie einsetzen, ohne sich rechte Argumentationen zu eigen zu machen?

Es spricht: Alex Wißmann (Autor)

Moderation: Rouven Büsching

In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Regionalbüro Rheinland-Pfalz

Wann? [So] 15.30 Uhr | Auf der Mauer

Bild ©Moritz Müller
Logo ©Rosa-Luxemburg-Stiftung