Der getunte Körper

Wie viel Hardware vertragen wir?

Eröffnungspodium

Heutzutage ist es möglich, den Körper mit allerlei technischen Hilfsmitteln auszustatten. Dies reicht von reinen Zusätzen zum Körper bis zu Technik, die zum Bestandteil wird. Im medizinischen Bereich beispielsweise in Form von Prothesen, Cochlear-Implantaten oder Herzschrittmachern. Am Körper tragbare technische Geräte, sogenannte Wearables, erobern den Markt und bieten vielseitige Verbesserungen körperlicher Fähigkeiten. An Hardware zum Zwecke des Ausbausder vorhandenen Fähigkeiten oder Überwindung körperlicher Grenzen wird rege geforscht. Entwickelt und vertrieben werden Neuerungen allzu oft von Unternehmen mit wirtschaftlicher Monopolstellung, die wohl kaum gegen ihre eigenen Interessen handeln werden.

Werden diese Entwicklungen unseren Alltag in der Zukunft verändern, erleichtern oder uns in Abhängigkeiten treiben? Wie viel Hardware kann ein Körper überhaupt vertragen? Welche Hilfsmittel sind möglich und vorstellbar? Ist jedem*jeder Bürger*in der Fortschritt zugänglich? Was darf überhaupt einverleibt oder drangeschraubt werden und wo gibt es ethische Grenzen?

Es diskutieren: Enno Park (Gründungsmitglied und Mit-Vorsitzender des Cyborgs e.V., Berlin), PD Dr. Joachim Boldt (Stellvertretender Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin, Universität Freiburg), Prof. Dr. Thomas Metzinger (Philosoph, Universität Mainz), Prof. Dr. Katja Kanzler (Professorin für Literatur Nordamerikas, TU Dresden)

Moderation: Dr. Merlin Wolf

Wann? [Sa] 11.30 Uhr | Drususstein

 

Schriftdolmetscher*innen:

Im Kontext der Bemühungen, Barrieren abzubauen und ein für alle Gäste attraktives Programm zu gestalten, lässt das OPEN OHR Festival 2018 erstmals ausgewählte Veranstaltungen durch Schriftdolmetscher*innen begleiten. Am Samstag, den 19. Mai werden das Eröffnungspodium „Der getunte Körper“ (11.30 Uhr, Drususstein), die Diskussionsrunde „Enthinderung von Körpern“ (15.30 Uhr, Kleines Zelt) sowie das Theaterstück „Singularity“ (17.45 Uhr, Großes Zelt) durch Fachleute der Kombia GbR Darmstadt aufbereitet, um sie auch für Menschen mit Hörbeeinträchtigung zugänglich zu machen.