Wir ändern unsere Ticketpreise

Ausführliche Infos zur Preisänderung für das 46. OPEN OHR Festival 2020 und deren Gründe erfahrt Ihr hier.

In den letzten Jahren haben dem Festival zwei Probleme ganz besonders zu schaffen gemacht. Zum einen der anhaltende Anstieg der Kosten: Künstler*innengagen und vor allem die Infrastruktur wurden so teuer, dass der Etat des Festivals in den letzten fünf Jahren um ein Drittel angehoben werden musste, um die Kosten decken zu können.
Das erfreulichere, aber dafür umso kompliziertere Problem der letzten Jahre ist der massive Zuspruch, den das OPEN OHR erfährt und der zu einem einmaligen Anstieg der Besucher*innenzahlen geführt hat: Die begrenzten Kapazitäten der Zitadelle kommen zunehmend an ihre Grenzen. So wunderbar es ist, zu sehen, wie mehr und mehr Menschen an Pfingsten auf die Zitadelle strömen, desto gravierender wurden die Probleme, die damit entstanden: überfüllte Zelte, gesperrte Bühnen, überlaufene Workshops und lange Schlangen haben immer wieder für Probleme gesorgt.

Angesichts dieser Entwicklungen, die die Arbeit der Projektgruppe seit einigen Jahren begleiten, haben wir für das kommende Festival zwei Änderungen ausgearbeitet, damit das OPEN OHR mit dem, was es auszeichnet, auch in Zukunft bestehen kann: Zum einen wird es eine stärkere Beschränkung der Besucher*innenanzahl geben. Da die entstandenen Probleme trotz infrastruktureller und programmplanerischer Änderungen in den letzten Jahren nicht abflauten, mussten wir einsehen, dass die Besucher*innenkapazitäten stärker beschränkt werden müssen, um die inhaltliche Dichte und die Freiräume erhalten zu können, die das OPEN OHR so auszeichnen.

Auch wenn die Freie Projektgruppe ehrenamtlich arbeitet und das Festival keinen Gewinn erwirtschaftet, müssen wir doch kostendeckend kalkulieren und all die Technik, Toiletten, Künstler*innen und Fachleute bezahlen, die unser Programm an Pfingsten umsetzen und ermöglichen. Der Großteil dieser Mittel kommt aus den Eintrittspreisen. Angesichts der steigenden Kosten und der Reduzierung der zu verkaufenden Tickets müssen wir diese entsprechend anpassen.

Wir führen diese Änderungen durch, damit das Festival in seinen Kernpunkten so bleiben kann, wie es schon immer war. Erstens bleibt das OPEN OHR nach wie vor unkommerziell. Die höheren Ticketpreise werden ausschließlich in die steigenden Kosten investiert und ermöglichen dem Festival auch weiterhin unkommerziell, weitgehend werbefrei und unabhängig von großen Sponsoren zu bleiben. Zweitens bleiben durch die Besucher*innenreduzierung Freiräume erhalten, die es uns ermöglichen auch in Zukunft inhaltlich anspruchsvolle Veranstaltungen umzusetzen und uns an Formaten zu probieren, die Zugänge zu relevanten Themen bieten, wie sie nur selten auf so großen Veranstaltungen zu finden sind und für die Platz, Zeit und Ruhe nötig ist.

Damit das OPEN OHR für möglichst viele Menschen zugänglich bleibt, haben wir angesichts der Preiserhöhung die ermäßigten Tickets deutlich ausgeweitet: In Zukunft wird es Ermäßigungen wie gewohnt für Inhaber*innen eines Sozialausweises / MainzPass, der JuLeiCa, der Ehrenamtskarte Rheinland-Pfalz, eines gültigen ALG II-Bescheides, eines gültigen Bescheides auf Hilfe zum Lebensunterhalt (SGB XII) und für Asylsuchende mit Aufenthaltsgestattung bzw. einem Ankunftsnachweis geben. Darüber hinaus sind Ermäßigungen in Zukunft auch für Jugendliche zwischen 13 bis einschließlich 17 Jahren erhältlich. Am stärksten anheben mussten wir die Preise für den Zeltplatz: Die Möglichkeit, mitten im Stadtgebiet auf einer Grünfläche 3000 Menschen einen Zeltplatz anzubieten, ist ein Privileg, das es unbedingt zu erhalten gilt, welches durch die aufwendige Infrastruktur aber leider deutlich teurer geworden ist. Um die Teilhabe am gesamten Festival weiterhin möglichst vielen Menschen zu ermöglichen, fällt die Preiserhöhung für 4-Tages-Tickets im Vorverkauf am geringsten aus und die Mitnahme von Essen und eigenen Getränken ist wie gewohnt möglich. Tagestickets werden weiterhin nur an der Tageskasse erhältlich sein. Angesichts der Beschränkung der Besucher*innenzahl empfehlen wir den Kauf von 4-Tages-Tickets im Vorverkauf. Erhältlich sind die Tickets seit dem 22. Januar 2020 hier oder über unsere Vorverkaufsstellen erhältlich.

Die Preise für das 46. OPEN OHR Festival in der Übersicht:

Dauerkarte ohne Zeltplatzzugangsberechtigung (4 Tage):
Im Vorverkauf: 47,20 € inkl. VVK- und System-Gebühr (29,60 € ermäßigt);
An der Tageskasse: 52,00 €  (31,00 € ermäßigt)

Dauerkarte mit Zeltplatz (4 Tage - inkl. Müllpfand):
Im Vorverkauf: 75,80 € inkl. VVK- und System-Gebühr (58,20 € ermäßigt);
An der Tageskasse: 80,00 € (58,60 € ermäßigt)

Tageskarte für Freitag, Samstag oder Sonntag (nur am jeweiligen Tag ab 10.00 Uhr erhältlich, bis 3.00 Uhr gültig):
An der Tageskasse: 30,00 € (18,00 € ermäßigt)

Tageskarte für Montag (nur am Montagmorgen ab 10:00 Uhr erhältlich):
An der Tageskasse: 15,00 €

Ermäßigungen (außer am Montag) für:
- Jugendliche ab 13 und bis einschließlich 17 Jahren (gegen Vorlage des Personalausweises)
- Personen mit ALG II oder Jobcenter-Bescheid
- Personen mit einem Sozialausweis, einem Familienpass oder MainzPass
- Personen mit einer Julei-Card oder der Ehrenamtskarte von Reinland-Pfalz.
- Asylsuchende mit Pass „Aufenthaltsgestattung oder Ankunftsnachweis“.

Die Überprüfung der Legitimation der ermäßigten Karten, die im Vorverkauf erworben wurden, erfolgt ausschließlich an der Tageskasse.

Kinder bis einschließlich 12 Jahre frei (Altersnachweis ggf. erforderlich)!

An die Kinder wird ein Sonderbändchen kostenlos ausgegeben.

ACHTUNG: Der Zugang zu den Zeltplätzen ist mit Tageskarten nicht möglich. Auch kann der ÖPNV mit einer Tageskarte nicht genutzt werden.

Bändchen = Fahrkarte. Die Vorverkaufskarte sowie die Dauerkarten-Bändchen sind als Fahrkarte auf allen nicht zuschlagspflichtigen Verkehrsmitteln (in Zügen in der 2. Klasse) im RMV-Tarifgebiet 65 (Verkehrsverbund Mainz-Wiesbaden) sowie im RNN gültig. 

Hier der aktuelle Wabenplan des gültigen Tarifgebietes [PDF, 1,3 MB]