T_OHR beim OPEN OHR

Erstmalig Blindenreportage sowie Sensibilisierung zu Blindheit beim 45. OPEN OHR Festival

Festival nach Gehör und Gespür? Blind und mittendrin? Die Blindenreportage von T_OHR macht's möglich. Wer schon immer mal wissen wollte, wie blinde Menschen die Welt erleben oder wie sie bei Sport- und Kulturveranstaltungen miterleben, was andere Menschen sehen, der*dem sei der Infostand von T_OHR auf dem 45. OPEN OHR Festival wärmstens ans Herz gelegt.

Dort werden für die Besucher*innen des Festivals Sensibilisierungen angeboten – dabei werden blinde Menschen am Stand von ihrem Alltag erzählen und gemeinsam mit den Besucher*innen das Festival erkunden. Es besteht die Möglichkeit mit Dunkelbrillen und Blindenstock das Gelände zu erkunden und somit eine komplett neue Festivalerfahrung machen.  

Das „Theater Osmega Dnia“ wird ihr Stück „Summit_2.0“ am Sonntag, 9. Juni ab 23 Uhr auf der Hauptbühne präsentieren. Für blinde und seheingeschränkte Festivalbesucher*innen wird es hier eine Blindenreportage geben – durch die präzise Beschreibung der Blindenreporter*innen wird exakt das beschrieben, was alle anderen sehen können – die blinden Nutzer*innen sind somit mittendrin und können wie alle anderen Festivalbesucher*innen an diesem Highlight teilhaben.  

Um an der Blindenreportage teilzuhaben, müssen vor der Veranstaltung Geräte am Stand von T_OHR ausgeliehen werden (Ausgabe der Geräte bis 22:50 Uhr). Mit diesen ist es möglich sich komplett frei auf dem Gelände zu bewegen, die Reportage ist überall empfangbar. Es fallen keine separaten Kosten für die Ausleihe der Geräte an. Zudem können sich Festivalbesucher*innen ohne Seheinschränkung am Stand von T_OHR, welcher sich links vor der Hauptbühne befindet, über Blindenreportagen informieren und selbst reinhören.
 
Seit April 2018 gibt es das Projekt T_OHR. Dieses weitet die vorhandene Expertise der Sehbehinderten- und Blindenreportage aus dem Fußballkontext auf weite Teile der Gesellschaft und eine Vielfalt von Sportarten aus. Der Träger des Projektes T_OHR  ist AWO-Passgenau e.V, gefördert wird es durch die Aktion Mensch und der DFL Stiftung.

© Birte Güntsche und Hamid Akbari