Wohnprojekt Layenhof

Vorstandsmitglied Gudrun Hölzl erzählt über das Projekt.

Wer wir sind und was wir wollen:

Unseren Verein Wohnprojekt Layenhof e. V. haben wir 1995 gegründet, um den Gedanken eines gemeinschaftlichen Miteinanders, basierend auf Toleranz und gegenseitiger Unterstützung zu leben. Damals ergab sich die Gelegenheit, auf dem Mainzer Layenhof zwei Wohnblocks mit insgesamt 32 Wohnungen als Generalmieterverein anzumieten. Wir verwalten uns selbst und entscheiden innerhalb der Gemeinschaft über neue Mitglieder und Mieter.

Zeitgleich gründete eine unserer Bewohnerinen den Verein WA(H)L e.V., ein Betreuungsverein, der Menschen mit Behinderung in Wohngemeinschaften begleitet. In jedem unserer Häuser und inzwischen auch in einigen umliegenden Blocks leben behinderte Menschen und sind ins Wohnumfeld integriert. Zusammen mit den Mietern von WA(H)L e.V. sind wir eine bunte Gemeinschaft mit vielen Kindern, unterschiedlichen Generationen und Nationalitäten, beeinträchtigten und nicht beeinträchtigten Menschen, die miteinander statt nebeneinander leben möchten, sich gegenseitig unterstützen und respektieren.

Sicher ist diese Form des Zusammenlebens nicht jedermanns Sache, manch einer zieht es vor, für sich zu bleiben. Doch Zuspruch und Interessenbekundungen zeigen uns immer wieder, dass ein sehr hoher Bedarf an dieser Form des Miteinanderlebens vorhanden ist.

Mietwohnprojekte in dieser Form sind in Deutschland noch selten. Bei der überwiegenden Zahl der Wohngemeinschaften handelt es sich um Eigentümergemeinschaften, die das Einbringen eines gewissen Startkapitals erforderlich machen. Für viele nicht realisierbar, sei es aus finanziellen Gründen oder aufgrund der erforderlichen langfristigen Bindung. In Mainz sind dem Beispiel inzwischen zwei weitere Mietprojekte gefolgt.

Wohnprojekte sind so vielfältig und unterschiedlich wie ihre Initiatoren. Informieren und nachfragen lohnt sich auf jeden Fall!

Der Weg zur Gründung und Umsetzung einer eigenen Initiative ist lang, hier ist vor allem Ausdauer gefordert und derzeit leider auch das Quäntchen Glück. Trotzdem möchte ich diejenigen, für die diese Wohnform eine Alternative darstellt, ermutigen: bleibt dran, vernetzt euch, lasst euch von anderen beraten und nutzt ihre Erfahrungen!

Seitens der Wohnbaugesellschaften und Vermieter wünsche ich mir mehr Offenheit und Mut: Öffnet euch und gebt Initiativen eine Chance. Die bereits bestehenden Projekte beweisen, dass derartige Projekte immer zur Verbesserung und Stabilisierung des sozialen Umfeldes beitragen - und letztendlich auch eine kontinuierlich stabile Mietergemeinschaft bieten. Ein „Win-Win-Effekt“ für beide Seiten, sozusagen. Wir hatten seinerzeit das Glück, dass der damaligen Sozialdezernenten Willi Abts vorpreschte und für die Unterstützung durch die Wohnbau Mainz GmbH warb.

Mehr davon, bitte! Gebt euch einen Ruck! Traut euch, neue Wege zu denken und zu gehen!

Wer weitere Infos zu uns, unserem Wohnprojekt und seiner Entstehung erfahren möchte, sei auf unsere Webseite verwiesen:

www.wohnprojekt-layenhof.de

dort findet ihr auch den Link zu WA(H)L e.V.

Wer sich über weitere Wohnprojekte in Rheinland-Pfalz informieren möchte oder mit der Idee spielt, selbst eine Initiative zu gründen, dem hilft diese Seite weiter:

www.wohnportal-rheinland-pfalz.lzg-rlp.de

Die Wohnportal-Karte dort befindet sich gerade im Aufbau, das hat den Vorteil der Aktualität!

Gerne hätte ich mich im Rahmen des Open-Ohr-Festivals mit Interessierten / Neugierigen persönlich unterhalten. Da das nun nicht möglich ist, könnt ihr mich kontaktieren unter:

info@wohnprojekt-layenhof.de

Bleibt dran, nur Mut!

Gudrun Hölzl

(Vorstandsmitglied im Wohnprojekt Layenhof)

Grafik und Foto  ©Wohnprojekt Layenhof – Verein für gemeinschaftliches Wohnen e.V., 2016

©Wohnprojekt Layenhof – Verein für gemeinschaftliches Wohnen e.V., 2016
©Wohnprojekt Layenhof – Verein für gemeinschaftliches Wohnen e.V., 2016